Die feuchten Mittelbreiten – Länder, Landwirtschaft, Boden, Klima, Flora und Fauna

Die feuchten Mittelbreiten sind vor allem in Mitteleuropa vorzufinden. Darüber hinaus erstrecken sie sich nach Osten über Teile Russlands, der Türkei, Chinas und Japans. Weiterhin herrschen die feuchten Mittelbreiten in großflächigen Gebieten im Zentrum Nordamerikas und im Süden von Chile. Ein weiteres Gebiet der feuchten Mittelbreiten liegt auf der Südinsel Neuseelands und im Süden von Australien.

Klima

In den feuchten Mittelbreiten herrscht ein gemäßigtes Klima.

Die Tag- und Nachtlänge variiert während der Jahreszeiten. Im Sommer können Tageslängen von bis zu 16 Stunden erreicht werden, während im Winter die Tage auf bis zu acht Stunden fällt.

Die Witterung ist stark unbeständig. Daher wird in keiner Klimazone so viel über das Wetter geredet, wie in den feuchten Mittelbreiten.

Es herrscht ein Jahreszeitenklima. Die Amplitude zwischen der winterlichen Abkühlung und der Erwärmung im Sommer ist allerdings geringer, als die der anliegenden Ökozonen im Norden und Süden.

Der Niederschlag liegt bei 500 bis 1000 Millimetern pro Jahr und fällt im Winter teilweise als Schnee.

Der Boden in den feuchten Mittelbreiten

Der Boden in den feuchten Mittelbreiten ist vergleichsweise jung und erst nach der letzten Eiszeit entstanden. Insgesamt gab es eine sehr günstige Bodenentwicklung, die für nachhaltige Ertragsleistungen in der Landwirtschaft gesorgt hat. Die Böden haben nur eine geringe Versauerung und eine günstige Tonmineralbildung. Größtenteils herrschen Braunerden vor. Bodenarten sind beispielsweise:

  • Luvisole
  • Cambisole
  • Anthrosole
  • Regosole
  • Leptosole

Vegetation der feuchten Mittelbreiten

Die Vegetationsperiode liegt bei sechs bis 12 Monaten. Die Vegetation ist mäßig artenreich und besteht zu großen Teilen aus sommergrünen Laub- und Mischwäldern. Eine Besonderheit liegt in dem Aspektewechsel vieler Pflanzen und Bäume, der im Herbst stattfindet. Hier verfärben sich die Blätter, bevor sie abfallen.

Landwirtschaft/ Nutzung

Die Landwirtschaft der feuchten Mittelbreiten ist durch eine hohe Produktivität geprägt. Dies liegt vor allem an den fruchtbaren Böden und den durchgehend feuchten und milden Klimaverhältnissen. Es wird intensive Grünlandwirtschaft mit Milchvieh und Rindern betrieben. Außerdem gibt es Getreide- und Hackfruchtbau. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind in der Regel klein bis mittelgroß.

Fauna/Tiere

Die feuchten Mittelbreiten dienen als Überwinterungsgebiet für zahlreiche Vogelarten, die aus Anfang des Winters aus den polaren- und subpolaren Gebieten des Nordens kommen. Einheimische Insektenfresser und Vögel ziehen in dieser Zeit hingegen häufig nach Süden fort.

Einheimische Säugetiere sind beispielsweise Hasen, Bären, Rehe oder Wölfe. Diese begeben sich häufig während der kalten Jahreszeit in den Winterschlaf.

Wechselwarme Tiere wie Schnecken überwintern in einer Kältestarre oder als Puppen bzw. Larven.

Die feuchten Mittelbreiten auf der Weltkarte

Eine gute Weltkarte mit den feuchten Mittelbreiten findet man hier bei Wikipedia.

Quellen: 

Schultz, J. (2016): Die Ökozonen der Erde. Stuttgart: Ulmer. 

 

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