Glaziale Serie – Definition, Entstehung und Hauptformen

Die Glaziale Serie bezieht sich auf eine bestimmte Abfolge von Landformen in Mitteleuropa, die während der pleistozänen Vergletscherung unter den Eisschilden, entlang ihrer Ränder und auf ihren Vorländern bei jedem Gletschervorstoß entstanden sind.

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Die Glaziale Serie (Skizze)

Definition – Was ist eine Glaziale Serie?

Der Begriff „Glaziale Serie“ wurde bereits 1882 von Albrecht Penck zunächst für das nördliche Alpenvorland verwendet. Später wurde der Term erweitert und auf die skandinavische Eiszeitregion bezogen.

Die glaziale Serie bezeichnet die Landschaftsformen, die in einer bestimmten Reihenfolge durch jeden Gletschervorstoß entstanden sind. Nur im Idealfall sind aber auch alle Elemente zu erkennen, was aber noch am ehesten in der Jungmoränenlandschaft gegeben ist. Schematisch besteht die glaziale Serie aus Grundmoränen mit einem Zungenbecken, welche unter dem Eis gelegen haben, einer hügeligen Endmoränenkette, die sich bogenförmig um das Zungenbecken angeordnet hat und den weitesten Vorstoß des Eises kennzeichnet, dem davorliegenden, leicht abschüssigen Sander, der durch die ausgetretenen Schmelzwasser aufgeschüttet wurde und dem Urstromtal, in dem sich das Schmelzwasser und das Wasser der von Süden kommenden Flüsse sammelte und parallel zum Eisrand ins Meer abflossen (SEEDORF 1977, S. 59).

Laut dem Lexikon der Geowissenschaften von Spektrum.de ist eine Glaziale Serie eine

regelhafte Abfolge von Sedimenten und geomorphologischen Formen, welche durch glaziale und fluviale Geomorphodynamik am Gletscherrand und im Vorland des Gletschers entstanden ist. Der von Albert Penck eingeführte Begriff umfasst im Idealfall: Grundmoräne mit Zungenbecken und Zungenbeckensee, Wälle der Endmoräne, die fluvioglazialen Ablagerungen der Sander und das Urstromtal. Durch die Oszillation des Eisrandes und die Dynamik des fluvioglazialen Schmelzwassers entstehen im Wechsel und Zusammenspiel von Glazialerosion und Glazialakkumulation diese Sedimente und Formen in einer räumlichen Anordnung, die einen genetischen Bezug von glazialen und fluvioglazialen Sedimenten erlauben.Spektrum.de

Der Begriff „Glaziale Serie“ beschränkt sich auf die von Gletschern geschaffenen und nach geomorphologischen Regeln klassifizierten Landformen, im Gegensatz zu den mit Gletschern assoziierten und nach ihren geologischen Merkmalen klassifizierten Gletscherablagerungen und Sedimentgesteinen. Eine vollständige Gletscherserie bildet sich, wenn der Rand des Eisschildes lange Zeit statisch bleibt und nicht durch ein weiteres Vorrücken der Eismasse wieder zerstört wird.

Hauptformen

Die Elemente einer idealen und vollständigen Gletscherserie sind:

  1. eine Grundmoräne mit zungenartigem Becken (Zungenbecken)
  2. eine Endmoränenkette, die in einem Bogen um das Zungenbecken liegt
  3. ein Kies- oder Sanderebene vor der Endmoränenkette
  4. ein glaziales Schmelzwassertal (Urstromtal), durch das Schmelzwasser vom Gletscher abfloss.

Merkmale

Grundmoräne

  • flachwellige Oberfläche
  • zahlreiche Seen
  • großes Korngrößenspektrum
  • teilweise große Steine (Findlinge)
  • fruchtbare Böden
  • Vorkommen: Norddeutschland, Alpenvorland

Endmoräne

  • befindet sich am Rand eines Gletschers
  • Entstehung durch Aufschieben von Sediment durch Eis
  • kann mehrere 100 Kilometer lang sein
  • wallartige Aufschüttung (kann mehrere 100 Meter hoch sein)

Sanderebene

  •  breite, schwach geneigte Schwemmkegel
  • Entstehung, wenn Gletscherschmelzbäche die Endmoräne durchschneiden 
  • Verbreitung: nord- und südmitteleuropäisches Vereisungsgebiet

Urstromtal

Als Abfluss für das verbleibende Schmelzwasser fungiert das Urstromtal. Das von Sedimenten befreite Wasser traf mit den von Süden kommenden Flüssen zusammen und wurde so zu einem riesigen Strom, der Richtung Nordsee floss. Das wichtigste norddeutsche Urstromtal ist das Elbe-Urstromtal. Dieser damalige Strom hatte ein enormes Ausmaß: Das rechte Ufer lag da, wo heute das Lauenburger Steilufer ist und das linke Ufer in 10 km Entfernung vor den Altmoränen, wo heute das Scharnebecker Schiffshebewerk liegt. Heute ist die Elbe bei Lauenburg ca. 250 m breit. In nördlicher Richtung wurde der damalige Strom sogar noch breiter: 20 – 30 km in dem Gebiet, welches heute als Elbmarschen bekannt ist (SCHMIDTKE 1992, S. 35-36).

  • Sammlung des Schmelzwassers der Gletscher
  • Flussrichtung: meistens von Süd-Ost nach Nord-West
  • Beispiel aus heutiger Zeit: nördlich der Alpen verlaufendes Tal der Donau, welches die Alpengletscher entwässert

Glaziale Serie in Norddeutschland:

Glaziale Serie: Entstehung im Alpenvorland


Die Alpengletscher, die während der Höhepunkte der Eiszeiten ein Netz von Eisströmen bildeten, flossen immer wieder über die Alpengrenze hinaus und drangen in das Alpenvorland vor. Dort bildeten sie ausgedehnte Vorlandgletscher. In dieser Alpenvorlandvereisung identifizierte Penck eine Reihe von Landformen: die Grundmoränen, die Zungenbecken, die Endmoränen und die davor liegenden Schotterebenen

Die schüsselförmigen Becken, die durch die Ausspülung des Bodens durch den Gletscher entstanden, wurden Zungenbecken genannt, weil sich hier einst die Zunge oder Schnauze des Gletschers befand. In diesen Becken bildeten sich beim Rückzug des Gletschers Gletscherseen (Gletscherrandseen oder Zungenbeckenstauseen), wenn es keinen Abfluss gab. Solche Seen gibt es z.B. im Salzkammergut eine Reihe von Gletscherseen. Typische Landformen innerhalb der Zungenbecken des Alpenvorlandes sind Drumlins, aber es gibt selten Tunneltäler. Um das Zungenbecken herum, am Rande des ehemaligen Inlandeises, befinden sich Kämme eiszeitlicher bis sogenannter Endmoränen.

Till ist das Material, aus dem Grund-, Seiten- und (nicht immer vorhandene) Mittelmoränen bestehen. Die Grundmoräne besteht aus Material, das einst unter dem Gletscher lag und von diesem transportiert und über weite Bereiche des ehemaligen Gletscherbettes abgelagert wurde. Die Seitenmoränen bestehen aus dem erodierten Material, das an den Seiten eines Gletschers mitgeführt wird. Eine Seitenmoräne, die nicht mehr aktiv mit Gletschermaterial aufgefüllt wird, weil sich der Gletscher aus klimatischen Gründen zurückgezogen hat, wird als Flankenmoräne bezeichnet. In den Alpen wurden die verbliebenen Flankenmoränen meist während der Kleinen Eiszeit im Mittelalter gebildet. Sie liegen mehrere Meter höher als die heutige Gletscheroberfläche und reichen weit über die heutigen Gletscherrinnen hinaus. Mittelmoränen entstehen, wenn sich die Seitenmoränen zweier Gletscher beim Zusammenfliessen vereinigen.

Glaziale Serie während Vereisung
Die Glaziale Serie während der Vereisung

Auf der anderen Seite der Moränenzone befindet sich die Schotterauswaschungsebene, die von den Schmelzwässern der Eismasse aufgeschüttet wurde. Diese Wässer kamen meist aus Gletscherhöhlen, deren ehemalige Lage noch heute an den Einbrüchen im Niveau der Endmoränen erkennbar ist. Häufig sind die Schotterebenen deutlich terrassiert; jüngere Abflüsse haben in den älteren Schotterebenen so genannte kleine trompetenförmige Täler eingeschnitten. Das Material der Sickerwasserpläne ist glazialer Boden. Die Transportkapazität des Schmelzwassers ist deutlich geringer als die des Gletschers, so dass größere Gesteine nicht aus dem Zungenbecken herausgetragen werden können. Dagegen können Elemente mit kleinerer Korngröße, wie Tone und Sande, viel weiter transportiert werden, weshalb sie in den Kiesebenen nur selten anzutreffen sind.

Gletscher-Schmelzwassertäler (Urstromtäler) entstanden durch das Abfließen des Schmelzwassers parallel zum Rand der Eismasse und sind ein Merkmal des nördlichen Mitteleuropas. Diese durch Gletscherschmelzwasser entstandenen Täler treten im Alpenvorland nicht wie z.B. in Norddeutschland auf, weil ihre Funktion von den bereits in der Region existierenden großen Flüssen – Donau, Rhein, Rhône und Po – oder deren Nebenflüssen übernommen wurde, die das Schmelzwasser der Gletscher abtransportierten.

Entstehung von Gletscherreihen im nördlichen Mitteleuropa


Der skandinavische Eisschild erreichte oder überquerte mehrmals das nördliche Mitteleuropa. Die Landformen der Gletscherserien folgen hier also von Norden nach Süden aufeinander:

Die Grundmoränenlandschaft besteht überwiegend aus flachem bis leicht hügeligem Gelände, auf dem sich die Eismasse bis abgelagert hat. Zungenbecken, in denen die Auskolkung des Materials eine bedeutende Rolle spielte, kommen in geringerem Umfang vor und sind ein Element der Grundmoränenlandschaft im skandinavischen Eiszeitgebiet. Da der vorrückende Eisschild die Landschaft vollständig verschüttet hat, finden sich eiszeitliche Landformen und Ablagerungen über weite Teile Norddeutschlands. Tunneltäler sind dagegen im nördlichen Mitteleuropa nicht häufig anzutreffen.

Endmoränen fegen in einem riesigen Bogen um die Grundmoränenzone im Süden. Diese Endmoränen sind oft unvollständig ausgebildet und niedriger als im Alpenvorland, aber dennoch im Flachrelief der Norddeutschen Tiefebene deutlich sichtbar. Wegen ihrer vielen Lücken wurde der neutrale Begriff Eisrandlage für die Linie der Endmoränenrücken in Norddeutschland bevorzugt.

Mehr oder weniger ausgedehnte Sander grenzen an die Endmoränen. Sie sind Schwemmfächer, die durch die Schmelzwasser der Gletscher entstanden sind. Sie wurden auch mit Wasser gespeist, das sich aus den Gletscherhöhlen ergoss und die Endmoränenkämme durchschneidet.

Das Schmelzwasser, das über den Sandur floss, sammelte sich im Schmelzwassertal und floss parallel zum Rand des Eisschildes, meist in nordwestlicher Richtung. Schmelzwassertäler sind eine besondere Landform im nördlichen Mitteleuropa.

Die Glaziale Serie: ein Modell der Landschaftsbildung


Wie alle Modelle gibt auch das Modell der Gletscherserie nur ein vereinfachtes Bild der realen Situation wieder. Insbesondere wird oft vergessen, dass die Landformen der Gletscherserien fast zeitgleich nebeneinander entstanden sind, während der Eisrand durch die Endmoräne statisch blieb. Zudem musste das Eis dann bis zu den späteren Endmoränen vorrücken und dann wieder abschmelzen. Die damit einhergehenden Prozesse verändern das Modell der Gletscherserien deutlich. Eine häufige Variante ist zum Beispiel das Auslaufen von jüngeren Schmelzwässern über ältere Grundmoränensohlen.

Darüber hinaus kann ein weiteres Vorrücken des Gletschers zu einer Verschränkung verschiedener älterer Landformen der Gletscherserien führen. So entwässerten z.B. dicht hintereinander liegende Endmoränenlinien im brandenburgischen Teil Deutschlands über die gleichen Sanduren und über das gleiche Schmelzwassertal.

Weiterführende Links und Quellen:

  • Jürgen Ehlers: Allgemeine und historische Quartärgeologie. Enke, Stuttgart 1994
  • Herbert Liedtke: Die nordischen Vereisungen in Mitteleuropa (= Forschungen zur deutschen Landeskunde. Band 204). 2., erw. Auflage. Zentralausschuß für Deutsche Landeskunde, Trier 1981
  • Herbert Liedtke: Eiszeitforschung,. Darmstadt 1990.
  • Herbert Liedtke, Joachim Marcinek (Hrsg.): Physische Geographie Deutschlands. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Klett-Perthes, Gotha u. a. 2002
  • Schmidtke, K.-D.: Die Entstehung Schleswig-Holsteins. Neumünster 1992.
  • Seedorf, H. H.: Topographischer Atlas Niedersachsen und Bremen. Wachholtz, Neumünster 1977.
  • Semmel, A.: Relief, Gestein, Boden. Grundlagen der Physischen Geographie 1. Darmstadt 1991.
  • Johannes H. Schroeder (Hrsg.): Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg. Band 2: Bad Freienwalde – Parsteiner See. 2., verbesserte Auflage. Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e. V., Berlin 1994
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Welcher See ist der größte der Welt?

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Die größten Seen der Welt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den größten See der Welt zu definieren. Nach folgenden Kriterien kann dieser bestimmt werden:

  • Der See mit der größten Oberfläche
  • Der See mit dem höchsten Wasservolumen auf der Welt
  • Das größte Salzwassermeer

„Welcher See ist der größte der Welt?“ ist also keine einfache Frage. Daher werden wir die Frage hier aus verschiedenen Perspektiven betrachten.

Der größte See der Welt (gemessen an der Fläche):

Das Kaspische Meer hat mit etwa 371.000 Quadratkilometern die größte Oberfläche aller Seen.

Der Lake Superior (Oberer See), an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada, ist der größte Süßwassersee mit der größten Oberfläche von etwa 82.100 Quadratkilometern.

Satellitenaufnahme des kaspische Meeres

Tabelle der 3 flächenmäßig größten Seen

Rang Name Fläche in km² Volumen in km³
1 Kaspisches Meer 371.000 78.200
2 Oberer See 82.100 12.100
3 Victoriasee 68.894 2.750

Größter See der Welt (gemessen am Volumen):

Mit einem Volumen von etwa 78.200 km³ ist das Kaspische Meer ebenfalls vom Volumen her der größte See der Erde.

Der Baikalsee ist der volumenmäßig größte Süßwassersee der Welt. Er enthält etwa 23.000 Kubikkilometer Wasser, was etwa 20% des Süßwassers der Erde entspricht. Damit ist der außerdem das zweitgrößte Binnengewässer der Welt.

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Größter See der Erde (Audioversion)

Ebenfalls interessant: Der tiefste See der Erde

Aufgrund des hohen Volumens und der dazu im Verhältnis geringen Oberfläche ist der Baikalsee auch der tiefste See der Erde.

Dieser See ist zwar extrem tief, aber seine Oberfläche beträgt nur etwa 31.722 Quadratkilometer und liegt damit an siebter Stelle weltweit, was die Fläche betrifft.

Foto des Baikalsees in Russland

Welcher ist der größte See Deutschlands?

Im Verhältnis zu diesen Ausmaßen sind die Seen in Deutschland sehr klein. Der größte See in Deutschland ist der Bodensee in Baden-Württemberg und Bayern. Dieser besitzt ein Volumen von 48 km³ und eine Fläche von 536 km². An seiner tiefsten Stelle ist er 251 Meter tief.

Danach folgt der Müritz-See, der noch nicht einmal ein Viertel der Fläche des Bodensees besitzt.

Ähnliche Beiträge:

Welcher ist der größte künstliche See?

Der größte künstliche See der Welt liegt in Ghana und heißt Volta-See. Er wurde als Stausee gebaut und besitzt eine Fläche von 8.482 Quadratkilometern. Das Volumen liegt bei 153 Kubikkilometern.

Video: die 10 größten Seen der Welt (englisch)

Größter See der Vereinigten Staaten

Der Lake Superior (Oberer See) ist mit einem Volumen von 12.100 Kubikkilometern und einer Oberfläche von etwa 82.100 Quadratkilometern sowohl vom Volumen, als auch von der Fläche her der größte See in den USA.

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Was sind die 10 größten Länder der Welt?

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Welches Land ist das Größte der Welt?

Tabelle: die 10 größte Länder der Erde gemessen an der Fläche

Platz Länder Fläche
1 Russland 17.098.240 km²
2 Kanada 9.984.670 km²
3 USA 9.831.510 km²
4 China 9.597.000 km²
5 Brasilien 8.514.880 km²
6 Australien 7.741.220 km²
7 Indien 3.287.260 km²
8 Argentinien 2.780.400 km²
9 Kasachstan 2.724.900 km²
10 Algerien 2.381.740 km²
Gemessen an der Fläche ist Russland das größte Land der Erde

Auffällig ist, dass Russland mit großem Abstand das flächenmäßig größte Land der Welt ist. Mit einer Fläche von 17.098.240 km² hat es fast eine doppelt so große Fläche wie das zweitgrößte Land Kanada (9.984.670 km²). Die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Erde (China und Indien) sind auf Platz 4 bzw. Platz 7.

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Die größten Länder der Welt (Audio)

Die 10 größten Länder gemessen an der Bevölkerung:

Platz Länder Bevölkerungsanzahl
1 China 1,4 Millarden
2 Indien 1,36 Millarden
3 USA 0,33 Millarden
4 Indonesien 0,27 Millarden
5 Pakistan 0,22 Millarden
6 Brasilien 0,21 Millarden
7 Nigeria 0,2 Millarden
8 Bangladesch 0,16 Millarden
9 Russland 0,15 Millarden
10 Japan 0,13 Millarden
Aktuell ist China von der Bevölkerung her das größte Land der Welt

Die beiden Länder Indien und China sind mit großem Vorsprung die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung in diesen Ländern vor allem in Indien aktuell weiter in einer hohen Geschwindigkeit an. Man geht davon aus, dass die Bevölkerung in Indien schon in wenigen Jahren größer, als die in China sein wird. Insgesamt macht die Bevölkerung dieser beiden Länder etwa 37 Prozent der gesamten Erdbevölkerung aus.

Mit einer Fläche von nur 147.630 km² ist Bangladesch das mit großem Abstand flächenmäßig kleinste Land auf der Liste. Daher ist die Bevölkerungsdichte dort eine der höchsten weltweit.

Wie groß ist Deutschland im Verhältnis zu den größten Ländern?

Mit etwa 83 Millionen Einwohnern liegt Deutschland momentan auf Platz 17 der bevölkerungsreichsten Länder der Erde. Da Deutschland nur eine Verhältnismäßig kleine Fläche von etwa 358.000 km² hat, liegt es bei den Ländern mit der größten Fläche der Welt nur auf Platz 64.

Was sind die größten Städte der Erde?

Die aktuell größte Stadt der Welt ist Tokio, mit etwa 37 Millionen Einwohnern. Danach folgen Delhi und Shanghai. Die größte Stadt in Deutschland ist Berlin.

1- Tokio, Japan: 37,4 Millionen

2- Delhi, Indien: 29,3 Millionen

3- Shanghai, China: 26,3 Millionen

4- Sao Paulo, Brasilien: 21,8 Millionen

5- Mexiko-Stadt, Mexiko: 21,6 Millionen

Eine ausführliche Übersicht der größten Städte der Welt findest du in diesem Beitrag.

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Quellen und weiterführende Links:

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Wie viele Städte gibt es auf der Welt?

Da es keine genauen Daten zu dieser Frage gibt und es keine eindeutige Definition dafür gibt, was eine Stadt ist, lässt sie sich nicht präzise beantworten. Wenn man alle Städte mit einer Einwohnerzahl von über 150.000 zusammenzählt, kommt man nach Angaben der Vereinten Nationen auf etwa 4.420 Städte.

Wie-viele-Städte-gibt-es-auf-der-Welt?
Die Anzahl der Städte auf der Welt liegt bei etwa 4420

Wie viele Millionenstädte gibt es?

Die Forschungseinrichtung der Europäischen Union mit dem Namen GFS hat anhand von Satellitendaten ermittelt, dass es aktuell etwa 470 Städte, mit mehr als einer Million Einwohnern auf der Erde gibt. 32 davon haben sogar mehr als 10 Millionen Einwohner.

Welches ist die größte Stadt der Welt?

In einigen Listen wird Tokio als die größte Stadt der Welt mit 37 Millionen Einwohnern bezeichnet, aber nur, wenn man die Gemeinde als eine Stadt betrachtet. Danach folgen die Mega Cities Delhi und Shanghai mit jeweils etwa 29 und 26 Millionen Einwohnern. Mit einer Einwohnerzahl von etwa 3,7 Millionen ist Berlin die größte Stadt in Deutschland.

Städtetour durch Tokio, die größte Metropole der Erde

Liste der bevölkerungsreichsten Städte der Erde:

1- Tokio, Japan: 37,4 Millionen

2- Delhi, Indien: 29,3 Millionen

3- Shanghai, China: 26,3 Millionen

4- Sao Paulo, Brasilien: 21,8 Millionen

5- Mexiko-Stadt, Mexiko: 21,6 Millionen

6- Kairo, Ägypten: 20,4 Millionen

7- Dhaka, Bangladesch: 20,2 Millionen

8- Mumbai, Indien: 20,1 Millionen

9- Peking, China: 20 Millionen

10- Osaka, Japan: 20,2 Millionen

Beitrag vorlesen lassen:

Anzahl Städte auf der Welt (Audio)

Fazit

Um zu sagen, wie viele Städte es auf der Erde gibt, ist zunächst eine genaue Definition für das Wort „Stadt“ notwendig. Doch selbst dann ist es immer noch schwer, die genaue Anzahl der Städte genau zu bestimmen, da vor allem von dem riesigen Kontinent Afrika keine ausreichenden Satellitendaten zur Verfügung stehen.

Die Anzahl der Städte sowie deren Bevölkerung wachsen momentan sehr rasant. Daher könnte es gut sein, dass einige Daten in diesem Artikel schon wieder veraltet sind, wenn du ihn liest.

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Quellen und weiterführende Links:

FAQ

Welche Stadt ist die Größte der Welt?

Tokio (37, 4 Millionen Einwohner)

Welche Stadt ist die Größte in Deutschland?

Berlin (3, 7 Millionen Einwohner)

Wie groß ist die Anzahl der Millionenstädte auf der Erde?

Aktuell gibt es weltweit 470 Städte mit mehr als einer Million Einwohnern.

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Trockene Mittelbreiten – Lage, Boden, Klima, landwirtschaftliche Nutzung, Flora und Fauna

Die trockenen Mittelbreiten erstrecken sich über die Wüsten in Argentinien, Sierra Nevada und Zentralasien. Weiterhin gehört die Gobi Wüste zu dieser Ökozone. Darüber hinaus sind die Grassteppen in Zentralasien, Argentinien und den USA (Great Plains) ein Teil der trockenen Mittelbreiten.

Klima

Das Klima in den trockenen Mittelbreiten ist in der Regel winterkalt und sommerheiß. Der Niederschlag liegt bei maximal 600 Millimetern pro Jahr. Nur selten fällt dieser in Form von Schnee. Das Klima ist stark von Gebirgen geprägt. Generell gibt es eine hohe Sonneneinstrahlung und eine geringe Bewölkung. Die geringe Wärmekapazität des Bodens sorgt in vielen Regionen für hohe Temperaturamplituden zwischen Tag und Nacht.

Boden der trockenen Mittelbreiten

Die Böden sind subhumid bis semi-arid. Es gibt eine hohe Basensättigung und die potenzielle Fruchtbarkeit ist hoch. Die Landoberfläche ist größtenteils flach. Zonale Bodentypen sind:

  • Chernozeme
  • Kastanozeme
  • Phaeozeme

Vegetation

Die Vegetationsperiode dauert zwischen zwei und vier Monaten an. Sie besteht hauptsächlich aus Grasfluren, die sich an den Hitze-, Dürre- und Salzstress gewöhnt haben. Aufgrund der Nährstoffarmut werden außergewöhnlich lange Wurzeln gebildet.

In den Wüsten und Halbwüsten gibt es nur eine geringe Vegetationsabdeckung von 10 bis 50 Prozent. Dort wachsen hauptsächlich Sukkulenten und Xerophyten, die große Mengen an Wasser speichern können und so an die starke Trockenheit angepasst sind.

Landwirtschaftliche Nutzung der trockenen Mittelbreiten

Die trockenen Mittelbreiten werden fast vollständig agrarisch genutzt. Es gibt stark spezialisierte Großbetriebe, die dort 50 Prozent des weltweiten Weizenbedarfs produzieren (daher die Bezeichnung: „Kornkammern der Erde„). Darüber hinaus wird in den trockenen Mittelbreiten stationäre Weidewirtschaft betrieben.

Fauna/Tierwelt

Heute leben in den trockenen Mittelbreiten vor allem Kleinsäuger, die dort für Bioturbation sorgen. Außerdem herrscht in dieser Ökozone eine große Artenvielfalt von Greifvögeln. Einheimische Tierarten sind beispielsweise:

  • Bisons
  • Tarpane
  • Antilopen
  • Präriehunde
  • Wühlmäuse.

Quellen: 

Schultz, J. (2016): Die Ökozonen der Erde. Stuttgart: Ulmer. 

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Winterfeuchte Subtropen – Verbreitung, Boden, Klima, landwirtschaftliche Nutzung, Merkmale, Flora und Fauna

winterfeuchte subtropen bild

Winterfeuchte Subtropen

Die winterfeuchte Subtropen sind hauptsächlich im Mittelmeerraum vorzufinden. Darüber hinaus gibt es kleinere Gebiete in Südaustralien, Südchile, Nord- und Südafrika und Kalifornien.

Klima

In den winterfeuchten Subtropen herrscht größtenteils Mittelmeerklima. Die Winter sind mild und feucht. Im Sommer kommt es zu Trockenheit. Es gibt bis zu fünf aride Monate im Jahr. Die Niederschlagsmenge liegt bei 400 bis 900 Millimetern pro Jahr.

Boden der winterfeuchten Subtropen

Die Böden der winterfeuchten Subtropen werden hauptsächlich durch physikalische Verwitterung geprägt. Im Winter kommt es regelmäßig zu fluvialen Prozessen. Insgesamt herrscht eine bergige Oberfläche.

Typische Bodentypen sind beispielsweise:
  • Chromic Luvisole
  • Chromic Cambisole
  • Calcisole
  • Dystric
  • Leptosole
  • Terra Rossa

Vegetation

Insgesamt gibt es bei der Vegetation in den winterfeuchten Subtropen einen hohen Artenreichtum. Sie ist von Hartlaubstrauchformationen mit immergrünen Baum- und Straucharten geprägt. Typische Gebüschformationen sind die hochwüchsige Macchia und die kleinwüchsige Garrigue.

Die Flora variiert in den einzelnen Teilzonen allerdings stark. Im Sommer ist das Wachstum aufgrund der Trockenheit eingeschränkt. Neben dem Dürrestress spielen hierbei auch ein Nährstoffmangel und häufige Feuerfrequenzen eine große Rolle.

Der Einfluss des Feuers

In den winterfeuchten Subtropen hat das Feuer einen großen Einfluss auf die Vegetation. Es bricht in regelmäßigen Abständen während der Dürrezeit aus. Dies führt dazu, dass Mineralstoffe freigesetzt werden und der Boden gedüngt wird. Einige Pflanzen und Bäume wie die Korkeiche haben eine Resistenz gegen die Feuer entwickelt, sodass sich diese Arten besonders gut ausbreiten können.

Landwirtschaftliche Nutzung

In den winterfeuchten Subtropen werden zahlreiche Dauerkulturen wie Wein, Mandeln oder Feigen angebaut. Darüber hinaus gibt es Bewässerungskulturen wie Reis oder Baumwolle. In den Berggebieten wird Weidewirtschaft betrieben. Dort werden vor allem Ziegen und Schafe gehalten. Im Winter werden mithilfe von Regenfeldbau Weizen und Kartoffeln angebaut.

Insgesamt profitiert die Landwirtschaft dadurch, dass die winterfeuchten Subtropen eine hohe Sonneneinstrahlung und ein mediterranes Klima besitzen. Nachteile hingegen sind das Relief und die lange Sommertrockenheit.

Ein Video zur Landwirtschaft in den Subtropen habe ich hier gefunden:

Fauna/Tierwelt der winterfeuchten Subtropen

Wie bei der Vegetation herrscht auch bei der Tierwelt eine große Artenvielfalt vor.

Vorkommende Tierarten sind zum Bespiel:
  • Esel 
  • Füchse 🦊 
  • Bären 🐻 
  • Reptilien wie Eidechsen 🦎 
winterfeuchte subtropen tiere fuchs

Quellen: 

Schultz, J. (2016): Die Ökozonen der Erde. Stuttgart: Ulmer. 

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Die feuchten Mittelbreiten – Länder, Landwirtschaft, Boden, Klima, Flora und Fauna

Die feuchten Mittelbreiten sind vor allem in Mitteleuropa vorzufinden. Darüber hinaus erstrecken sie sich nach Osten über Teile Russlands, der Türkei, Chinas und Japans. Weiterhin herrschen die feuchten Mittelbreiten in großflächigen Gebieten im Zentrum Nordamerikas und im Süden von Chile. Ein weiteres Gebiet der feuchten Mittelbreiten liegt auf der Südinsel Neuseelands und im Süden von Australien.

Klima

In den feuchten Mittelbreiten herrscht ein gemäßigtes Klima.

Die Tag- und Nachtlänge variiert während der Jahreszeiten. Im Sommer können Tageslängen von bis zu 16 Stunden erreicht werden, während im Winter die Tage auf bis zu acht Stunden fällt.

Die Witterung ist stark unbeständig. Daher wird in keiner Klimazone so viel über das Wetter geredet, wie in den feuchten Mittelbreiten.

Es herrscht ein Jahreszeitenklima. Die Amplitude zwischen der winterlichen Abkühlung und der Erwärmung im Sommer ist allerdings geringer, als die der anliegenden Ökozonen im Norden und Süden.

Der Niederschlag liegt bei 500 bis 1000 Millimetern pro Jahr und fällt im Winter teilweise als Schnee.

Der Boden in den feuchten Mittelbreiten

Der Boden in den feuchten Mittelbreiten ist vergleichsweise jung und erst nach der letzten Eiszeit entstanden. Insgesamt gab es eine sehr günstige Bodenentwicklung, die für nachhaltige Ertragsleistungen in der Landwirtschaft gesorgt hat. Die Böden haben nur eine geringe Versauerung und eine günstige Tonmineralbildung. Größtenteils herrschen Braunerden vor. Bodenarten sind beispielsweise:

  • Luvisole
  • Cambisole
  • Anthrosole
  • Regosole
  • Leptosole

Vegetation der feuchten Mittelbreiten

Die Vegetationsperiode liegt bei sechs bis 12 Monaten. Die Vegetation ist mäßig artenreich und besteht zu großen Teilen aus sommergrünen Laub- und Mischwäldern. Eine Besonderheit liegt in dem Aspektewechsel vieler Pflanzen und Bäume, der im Herbst stattfindet. Hier verfärben sich die Blätter, bevor sie abfallen.

Landwirtschaft/ Nutzung

Die Landwirtschaft der feuchten Mittelbreiten ist durch eine hohe Produktivität geprägt. Dies liegt vor allem an den fruchtbaren Böden und den durchgehend feuchten und milden Klimaverhältnissen. Es wird intensive Grünlandwirtschaft mit Milchvieh und Rindern betrieben. Außerdem gibt es Getreide- und Hackfruchtbau. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind in der Regel klein bis mittelgroß.

Fauna/Tiere

Die feuchten Mittelbreiten dienen als Überwinterungsgebiet für zahlreiche Vogelarten, die aus Anfang des Winters aus den polaren- und subpolaren Gebieten des Nordens kommen. Einheimische Insektenfresser und Vögel ziehen in dieser Zeit hingegen häufig nach Süden fort.

Einheimische Säugetiere sind beispielsweise Hasen, Bären, Rehe oder Wölfe. Diese begeben sich häufig während der kalten Jahreszeit in den Winterschlaf.

Wechselwarme Tiere wie Schnecken überwintern in einer Kältestarre oder als Puppen bzw. Larven.

Hase in feuchten Mittellbreiten

Hase in den feuchten Mittellbreiten

Die feuchten Mittelbreiten auf der Weltkarte 🗺

Eine gute Weltkarte mit den feuchten Mittelbreiten findet man hier bei Wikipedia:

Ökozone_Feuchte_Mittelbreiten_ bild

Ökozone Feuchte Mittelbreiten (Karte)

Ökologix, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Schultz, J. (2016): Die Ökozonen der Erde. Stuttgart: Ulmer. 

 

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Was ist kritische Geopolitik?

Die kritische Geopolitik ist eine Forschungsrichtung der politischen Geographie, die in den 1970er Jahren entstanden ist. In den 80er und 90er Jahren wurde sie stark von dem Iren Gearóid Ó Tuathail geprägt. Sie untersucht wissenschaftlich, wie in Politik und Medien Geopolitik gemacht wird und geht davon aus, dass politischen Denken und Handeln häufig auf konstruierten Vorstellungen basiert.

Forschungsziel

Das Ziel der kritischen Geopolitik liegt vor allem darin, bestehende geopolitische Leitbilder zu dekonstruieren. Hierdurch soll der häufig manipulative Charakter dieser Leitbilder offengelegt werden. Darüber hinaus spielt die Suche nach Akteuren, die solche Leitbilder produzieren eine wichtige Rolle.

Im Gegensatz zu früheren geopolitischen Vorstellungen wurden räumliche Strukturen nicht mehr als gegeben angesehen. Bei der kritischen Geopolitik wird davon ausgegangen, dass nicht der Raum an sich die gesellschaftliche Entwicklung beeinflusst. Stattdessen prägen die räumlichen Vorstellungen in den Köpfen der Menschen eine Gesellschaft.

Geopolitische Leitbilder des Westens

In der Vergangenheit gab es immer wieder mächtige geopolitische Leitbilder, die einen großen Einfluss auf das Denken der Menschen genommen haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte vor allem das Leitbild des kalten Krieges eine große Rolle, da mit den Nationalsozialisten der gemeinsame Feind des Westens und des Ostblocks besiegt wurde und nun die Unterschiede dieser beiden Fraktionen wieder deutlich zum Tragen kamen.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion kam es zu einer Pluralisierung der Leitbilder und es rückten geoökonomische und geoökologische Leitbilder in den Vordergrund. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 spielten jedoch wieder geopolitische Leitbilder eine wichtige Rolle. Vor allem das Bild vom „Kampf der Kulturen“ wurde immer wieder in Politik und Medien aufgegriffen und kontrovers diskutiert. Aus Sicht der kritschen Geopoltik ist dieses Leitbild sehr problematisch, da es auf stark vereinfachten Annahmen basiert und gleichzeitig sehr wirkungsmächtig ist, sodass es Konflikte zwischen unterschiedlichen Kulturen stärken kann.

Gesellschaft, Macht und Raum

Bei der Dekonstruktion von Raumvorstellungen und geopolitischen Leitbildern spielt das im Jahr 2001 von Lossau entwickelte „diskursive Dreieck“ eine wichtige Rolle. Hierbei werden die wechselseitigen Einflüsse von Gesellschaft, Macht und Raum analysiert. Beispielsweise werden bei der Entstehung von Konflikten die kartographischen und sprachlichen Mittel analysiert, die die Akteure (vor allem Politiker und deren Berater) verwenden. Darüber hinaus spielen die wissenschaftliche Argumentation und die Medien eine wichtige Rolle bei der Analyse.

Kritische Geopolitik Bild

Die wechselseitigen Beziehungen zwischen Gesellschaft, Macht und Raum spielen eine wichtige Rolle bei der kritischen Geopolitik

Spatial Turn

Weiterhin wurde bei der kritischen Geopolitik der „Spatial Turn“ integriert, bei dem auch die kulturelle Dimension des geographischen Raumes berücksichtigt wird.

Kritik

Die Kritik an der kritischen Geopolitik bezieht sich vor allem darauf, dass unterschiedliche Theorien vermischt werden. Diese Theorien haben unterschiedliche und teilweise sogar gegensätzliche Annahmen.

Weiterhin wird die Betrachtung der Akteure kritisiert, da diese als ausschließlich rational handelnde Wesen dargestellt werden, die geopolitische Leitbilder für ihre Interessen ausnutzen.

Quellen:

Reuber P. (2012): Politische Geographie. (Schöningh) Paderborn. (163-177)

Ó Tuathail, G. (1996): Critical Geopolitics. The Politics of Writing Global Space. (Routledge) London

Gebhardt, H., Glaser, R., Radtke, U. und P. Reuber (Hrsg.) (2007): Geographie. Physische Geographie und Humangeographie. (Spektrum Akademischer Verlag) Heidelberg & München. (S. 757-759)

Freytag T., Gebhardt, H., Gerhard U., u. D. Wastl-Walter (Hrsg.) (2016): Humangeographie kompakt. Berlin & Heidelberg. (S. 104-111)

Ross M. (2015): Weltbilder aus Stein. Passau. (S. 50-56)

Klein O. (2015): Imaginative Geographien in multiskalaren Produktions-netzwerken – Das Beispiel der Schweinefleischproduktion im Oldenburger Münsterland. Vechta. (S. 60-63)

Gebhardt H., Reuber P. und G. Wolkersdorfer (Hrsg.): Kulturgeographie. Aktuelle Ansätze und Entwicklungen. Berlin & Heidelberg. (S. 51-63)

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Wie viele Länder gibt es auf der Erde? 🌎

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Anzahl der Länder: Es gibt 195 Länder auf der Erde, aber diese Zahl ist ständig im Fluss, abhängig von geopolitischen Veränderungen.
  • Kontinentale Verteilung: Die 195 Länder verteilen sich wie folgt: 54 in Afrika, 48 in Asien, 44 in Europa, 32 in Lateinamerika und der Karibik, 14 in Ozeanien und 3 in Nordamerika.
  • Vereinte Nationen: Die UN hat 193 Mitglieder. Dieser Wert zählt allerdings Länder wie den Vatikan und Taiwan nicht mit.
  • Kolonien: Einige Länder besitzen immer noch Kolonien, darunter Australien, Dänemark, Frankreich, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.
  • Wie entstehen neue Länder: Die Gründung eines neuen Landes ist durch internationales Recht und die Montevideo-Konvention von 1933 reguliert.
  • Dynamische Definition: Die Anzahl der Länder ändert sich ständig, beeinflusst durch politische, geographische und soziale Faktoren.

Eine Frage, die sich wahrscheinlich schon jeder Geograf einmal gestellt hat, ist: Wie viele Länder gibt es auf der Welt?

Diese Frage lässt sich gar nicht so leicht beantworten, wie man vielleicht zunächst vermuten könnte. Wenn man lange genug recherchiert, stößt man jedoch immer auf eine Zahl, die zwischen 190 und 200 liegt. Meiner Meinung nach beträgt die momentane Zahl der Länder momentan 195.

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Wie viele Länder gibt es?

Diese Zahl ändert sich jedoch ständig und wenn du diesen Beitrag liest, kann sie auch schon wieder höher oder niedriger sein.

Hierbei habe ich das Land Taiwan mitgezählt. Taiwan gehört jedoch aus der Sicht vieler Länder wie auch den USA immer noch zu China. Wenn man die Situation nüchtern betrachtet, erfüllt das Land Taiwan allerdings aus meiner Sicht alle Kriterien für einen unabhängigen Staat. Diese liegen zum Beispiel darin, dass das betreffende Land ein eigenes politisches System besitzt.

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Wie sinnvoll ist ein Auslandsjahr vor dem Studium?

Nach dem Abitur gibt es zwei verschiedene Arten von Menschen. Die einen wollen sich am liebsten umgehend an einer Hochschule einschreiben, um keine Zeit im Leben zu verlieren und so schnell wie möglich mit ihrer Ausbildung fertig zu werden. Die anderen hingegen haben erst mal genug von der ganzen Lernerei und benötigen dringend eine Auszeit. Eine Auszeit, die gerade angehende Geographiestudenten oder aber jene, die sich dafür interessieren, sinnvoll nutzen können. So eignet sich beispielsweise ein Auslandsjahr wunderbar dazu, um die Welt zu entdecken und gleichzeitig festzustellen, ob aus einem Interesse sogar etwas werden kann, was Du Dein ganzes Leben lang auch beruflich machen möchtest. Geographie an sich ist zwar vielschichtig, aber letztendlich ist es doch die Neugierde an unserem Planeten und all dessen Facetten, die Dich fesselt. Doch was bringt Dir ein Auslandsjahr vor dem Studium genau?

Interesse für Geographie leben

Die Geographie hat Dich schon immer interessiert, aber Du bist Dir nicht sicher, ob dieses Interesse dazu ausreicht, um auch wirklich in diese Richtung zu studieren und Deinen beruflichen Werdegang dahingehend auszurichten? Ein Auslandsjahr kann Dir dabei helfen, diese Entscheidung zu treffen. Verlasse Deine gewohnte Umgebung und lerne neue Länder, Kulturen und Menschen kennen. Erkunde die unterschiedlichsten Regionen unseres Planeten und entdecke Besonderheiten der Geographie. Lebe Dein Interesse für diese Wissenschaft und finde für Dich heraus, ob dieses ausreicht. Am Ende des Jahres wirst Du auf Deine Reisen zurückblicken und wissen, was Du in Zukunft machen möchtest.

Neue Sprachen lernen

Du weißt bereits, dass das Geographiestudium das richtige für Dich ist? Umso besser. Dann nutze ein Auslandsjahr dazu, um Dich speziell auf das Studium vorzubereiten. Lerne neue Sprachen, wie Spanisch oder Portugiesisch. Diese können Dir beispielsweise bei Deiner späteren Arbeit zur Erforschung der physikalischen Beschaffenheit Südamerikas von großen Nutzen sein. Du kannst aber auch gezielt nach Deinen Interessen und späteren beruflichen Zielen verreisen, um Dich bereits vor dem Studium auf etwas zu spezialisieren. Ich empfehle allerdings mit einer Spezialisierung bis während des Studiums zu warten, weil Dir vorab viele Facetten der Geographie noch gar nicht bekannt sind. In der Schule wird lediglich an der Oberfläche gekratzt.

Unterschiedliche Wege für ein Auslandsjahr

Hast Du Dich aus welchen Gründen auch immer dafür entschieden vor dem Studium noch ein Auslandsjahr zu machen, gibt es diverse Möglichkeiten dies umzusetzen. Sicherlich ist Work and Travel die wohl gängigste Methode. Agenturen bereiten Dich auf Deine Reise vor und kümmern sich um alles Wichtige für Deine Einreise und die ersten Tage in einem Dir fremden Land. Bei dieser Art der Reise solltest Du Dir vorab aber schon etwas Geld angespart haben. Zum einen benötigst Du dieses für den Rückflug, zum anderen wirst Du nicht immer auf Anhieb einen Job finden oder aber Du möchtest auch mal ein paar Wochen ohne Arbeit reisen, um das Land zu entdecken. Hierzu kann ein kleines Ersparnis nicht schaden.
Für alle, die es nach dem Abitur verpasst haben ins Ausland zu reisen und bereits mitten im Studium sind, gibt es dennoch Mittel und Wege die Welt zu entdecken. Im Rahmen eines Auslandssemesters habt Ihr die Möglichkeit ein fremdes Land zu entdecken und zeitgleich dort zu studieren. Ausführlichere Informationen dazu findet Ihr hier.

Fazit

Ein Auslandsjahr gibt Dir zum einen die Möglichkeit viele unterschiedliche Länder, Kulturen und Menschen kennenzulernen sowie vor dem Studium noch einmal Deine Sprachkünste zu verbessern oder gar eine ganz neue Sprache zu erlernen. Zum anderen kann es Dir dabei helfen, so viel wie möglich über die Erde und deren physikalische Beschaffenheit zu erfahren, was gerade in unserem Berufsfeld für den weiteren Werdegang niemals schadet. Zudem gibt es letztlich wohl kaum einen besseren Zeitpunkt hierzu als zwischen Abitur und Studium.

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